Blog

19.06.2017 13:14

Kurzbeschreibung

Seit jeher lieb Stella die Sterne – ohne zu ahnen, wie tief ihre Verbindung zu ihnen tatsächlich ist. Das erkennt sie erst, als sie mit ihrem Zwillingsbruder Cas an eine geheimnisvolle Universität gelangt, auf die schon ihre Eltern gegangen sind. Kurz nach der Ankunft begegnet Stella dort dem selbstbewussten Cedric, der nicht nur der heißeste Typ der Uni ist, sondern Stella auch viel zu schnell viel zu nahe kommt. Mit seiner unausstehlichen Art bringt er sie nicht nur aus dem Konzept, sondern sorgt auch für Ereignisse, die Stellas Zukunft tiefgreifend verändern …

Erscheinungsdatum: 18. Juni 2017

Seitenzahl der Printausgabe: 329

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.

Hier geht’s zum Buch: Amazon / Rose Snow / Facebook

Angaben zum Autor

Hinter dem Pseudonym Rose Snow stecken Carmen und Ulli. Zusammen sind sie 72 Jahre alt, haben 2 Männer, 6 Kinder und einen Hund. Sie können ewig reden, lieben Pizza und Schokolade und lachen unheimlich gerne, vor allem über sich selbst. Seit dem Sommer 2014 schreiben sie lustig-schräge Liebesromane und gefühlvolle Fantasy – außerdem ist im September 2016 unter Anna Pfeffer ihr Jugendroman Für dich soll’s tausend Tode regnen bei cbj erschienen. Im März 2017 folgte Flo oder der Tag an dem die Maus verrutschte – ein witziges Buch zum Thema Cybermobbing, das auch schon ab 11 Jahren gelesen werden kann. Kühn nachgerechnet sind sie schon seit unfassbaren 22 Jahren befreundet. Sie kennen sich aus ihrer Schulzeit und schreiben trotz der Distanz Wien – Hamburg miteinander. Bedeutet: Unzählige Stunden via Skype, schallendes Gelächter und das Teilen tiefster Geheimnisse, auch wenn sie noch so peinlich sind.

Rezension – in den Sternen steht Dein Schicksal geschrieben, sie lügen nie!

In ‚Die 11 Gezeichneten: Das erste Buch der Sterne‘ machen wir uns mit den Zwillingen Stella und Cas auf den Weg in den letzten großen Urlaub vor dem Studium. Noch einmal mit den Eltern entspannen, sich verabschieden, ein paar sorglose Wochen verbringen, bevor die letzte Stufe vor dem Ernst des Lebens beginnt. Einfach mal die Seele baumeln lassen, sich dem Moment hingeben und genießen. Ja, genau das war der Plan der Zwillinge. Doch sie haben nicht mit einem großen Geheimnis ihrer Eltern gerechnet, die sich auf der Fahrt immer merkwürdiger verhalten, bis sie schließlich an einer Uni Halt machen. Doch nicht irgendeiner, und auch nicht der Columbia, an die die Geschwister nach dem Sommer gehen wollten. Nein, sie halten an einer geheimen Elite-Universität, die auch ihre Eltern einst besucht hatten. Dort treffen sie schnell auf den Rektor der Schule, der sie dazu animiert, an einer Reihe geheimer und merkwürdiger Einstufungstests teilzunehmen, die nur ganz wenigen und auserwählten jungen Leuten des Landes vorbehalten sind. Und mit einem Mal ist ihr Urlaub und wie sie sich ihr Studium vorgestellt haben vorbei!

  • Warum sollten die Zwillinge darauf anspringen?
  • Hat es vielleicht etwas damit zu tun, dass das Studienangebot dieser Uni überragend gut ist?
  • Dass das Gelände und auch die Freizeitmöglichkeiten von einem ungemeinen Luxus zeugen?
  • Oder liegt es an dem unerklärlichen Drang, der die beiden innerlich zum Bleiben animiert – fast so, als wären sie bestimmt, dort zu studieren, als würde ihnen etwas fehlen, wenn sie einfach wieder gingen?
  • Schaffen sie diese Tests überhaupt und wollen sie wirklich bleiben?

Lest selbst. Ihr solltet es unbedingt herausfinden und das neueste Werk von Rose Snow in Eure Leserherzen lassen. Es ist eine atemberaubende Geschichte – nicht nur über die Liebe und Bedeutung der Sterne, aber vor allem auch darüber, nicht still zu stehen, sondern geduldig zu sein und zu erkennen, dass die eigene Zeit kommen wird. Zufälle geschehen und verändern das Leben. Der Mensch ist nicht zum Stillstand oder Verharren in einer Position geschaffen. So auch nicht Stella aus diesem Buch. Denn mit dem merkwürdigen Verhalten ihrer Eltern und diesen ominösen Tests geht es erst richtig los. Waren Stella und ihr Bruder zunächst unzertrennlich, konnten spüren, was der andere fühlte und dachte, so werden sie gleich zu Beginn ihres Studiums getrennt.

  • Doch werden sie auch innerlich entzweit?

Zudem geschieht eine Vielzahl merkwürdiger Dinge. Nicht nur, dass Stella sich ihrem Bruder entfremdet fühlt, weil sie unterschiedlichen Häusern und Fähigkeiten – was das ist, müsst Ihr selbst herausfinden, denn ich will hier einfach nicht zu viel verraten! –zugeteilt werden. Nein, auch treten mehr und mehr komische Ereignisse auf. So wird Stella direkt am ersten Tag vom Schönling der Uni geküsst, ohne das gewollt zu haben. Dies schürt natürlich den Zorn dessen Freundin, die sie innerlich fast verglühen lässt. Im wahrsten Sinne des Wortes, während Cas einen unfreiwilligen Abstecher in den See macht. Ebenfalls im wahrsten Sinne des Wortes. Auch scheint er nicht von alleine wieder herauszukommen, als würde er wieder und wieder unter Wasser gedrückt. Merkwürdig, oder?

Aber dem noch nicht genug. Da wären noch die Sterne, die Stella magisch anziehen und ebendieser Typ, der ihr mit seiner Arroganz, sie einfach so geküsst zu haben, mehr als nur unter die Haut geht. Doch der ist ja vergeben. Krise vorprogrammiert, würde ich sagen. Außerdem gibt es Bereiche der Uni, die nur einer kleinen Gruppe an Studenten vorbehalten sind, und es verschwinden nach und nach Studierende auf unbestimmte Zeit, um eine Gefahr abzuwenden. Stella bekommt dies alles hautnah und doch nur am Rande mit, weil sie eben nicht zu besagter Gruppe gehört. Doch das will sie ändern und geht der Sache auf den Grund … und damit geht die Geschichte und das Abenteuer um die elf Gezeichneten erst so richtig los.

  • Kleiner Tipp: Küsse werden entscheidend sein. Auch die Sache mit den ungeraden Zahlen, elf Gezeichnete usw. finde ich mehr als toll.

Rose Snow schaffen es hier, einen wundervollen Auftakt zu einem neuen Romantasy-Epos zu schaffen. Von der ersten Seite an wird man durch ihren bildhaften, gefühlvollen und lockeren Schreibstil nur so in die Geschichte, in die Welt der Sterne gesogen. Man entfaltet und entschlüsselt diese gemeinsam mit Stella und Cas, die absolut echt, ehrlich und authentisch wirken. Von der Hoffnung und den Träumen junger Erwachsener, enttäuschter Liebe und den bissigen Kommentaren bis hin zum Charme, Witz und Mystischem in der Erzählweise ganz zu schweigen. ‚Das erste Buch der Sterne‘ ist eine Geschichte zum Wohlfühlen, Entdecken und Mitfiebern. Ausgestaltet mit wundervollen, einzigartigen Charakteren, facettenreichen Eigenschaften aller – egal ob Prota oder Nebendarsteller. Namen finden hier Bedeutung. Das nicht nur bei Stella, deren Name in direkter Verbindung zum Buchtitel steht. Sondern einfach im Allgemeinen. Ein Name hat Macht, und das merkt man in dieser Geschichte. Freut Euch darauf und auf genussreiche Lesestunden, die Euch Band zwei nur so herbeisehnen lassen.

„Stern?“

„Oder auch Wandelstern“, sagte er. „Du bist nicht dafür geschaffen, in einer Position zu verharren“, bemerkte er mit sie viel Zuversicht, dass ich es beinahe selbst glaubte.

Es ist einfach ein Genuss durch und durch. Mutet nicht allein der Titel schon magisch und geheimnisvoll an? Mir hat er direkt ein positives Gänsehautgefühl verpasst und den Wunsch, schnell zu ergründen, was sich hinter ihm und in dieser magischen Geschichte verbirgt. Dazu passt auch sehr gut das dunkle blaue Cover, mit der sternfunkelnden Elf sowie einem Mädchen, das nach den Sternen greift. Ich vermute Stella, die mehr aus ihrem Leben will, als es zunächst ihr zu geben bereit ist. Ein bisschen erinnert es auch an die 17-Reihe, ebenfalls von Rose Snow. Das finde ich allerdings passend, da es einen gewissen Wiedererkennungswert schafft und die Bücher in Gänze dann einfach toll zusammen im Regal aussehen.

Alles in allem ist es einfach ein Buch, das mir drei wunderschöne Leseabende beschert hat, für die ich unendlich dankbar bin. Dankbar, weil es mich aus meiner beginnenden Leseflaute gelockt und mich in einen regelrechten Leserausch gezogen hat. Warum ich dennoch drei Tage gebraucht habe: Ich musste mich selbst bremsen, damit das mit Band eins erste beginnende Abenteuer – von dem ich unbedingt und schnell mehr lesen muss – um Stella, Cas (Gott, ich liebe diesen Namen!!!) und Cedric nicht so schnell vorbei war. Wer mich kennt, weiß, ich liebe die Sterne, den Nachthimmel, ja sogar das Studieren. Ich bin überzeugt, irgendwo – in einem anderen Universum – gibt es eine Jil, die ebenfalls Sterne studiert. Wie Stella. Und wenn ich dann noch mit einer Prise Geheimnisvolles sowie wie einem Löffelchen voll Schmetterlinge im Bauch beschert werde, dann kann es ja nur gut sein. Und dieser Auftakt war sogar sehr gut. Band zwei – der übrigens schon im Juli erscheint, juhuu! Nun aber mal Fangirl-Mode off – wird auf jeden Fall mit in den Urlaub genommen. Ich wünsche ich schon jetzt viel Spaß!

Eure, Jil Aimée

06.06.2017 19:14

Kurzbeschreibung

Posy Morland hatte es immer schwer im Leben. Als sie einen kleinen, heruntergekommenen Buchladen in Bloomsbury erbt, scheint sich ihr Glück endlich zu wenden. Sie plant, den Laden neu zu eröffnen und dort nur Liebesromane mit Happy Ends zu verkaufen. Denn traurige Geschichten gibt es im wahren Leben ja genug. Doch Sebastian, der Enkel der verstorbenen Besitzerin, hat andere Pläne für den Laden und legt Posy Steine in den Weg, wo er nur kann. Dummerweise ist Sebastian auch schrecklich attraktiv – und der unverschämteste Kerl in ganz London. Findet zumindest Posy. Und rächt sich auf ihre Weise: Sie schreibt selbst einen Roman namens Der Wüstling, der mein Herz stahl – mit Sebastian als Held zum Verlieben ...

Erscheinungsdatum: 9. Mai 2017 (deutsche Erstausgabe) / ‚The Little Bookshop of Lonely Hearts‘ (2016, HarperCollins, London)

Seitenzahl der Printausgabe: 400

Verlag: Penguin Verlag

ISBN-10: 3328100989

ISBN-13: 978-3328100980

Hier geht’s zum Buch: Amazon / Penguin Verlag

Danke an die Verlagsgruppe Random House für das Zusenden eines Rezensionsexemplars. Dieser Umstand hat keinen Einfluss auf meine Bewertung.

Angaben zum Autor

Annie Darling lebt in einer winzigen Londoner Wohnung, in der man vor lauter Bücherstapeln kaum treten kann. Ihre großen Leidenschaften sind Liebesromane und ihre Katze. "Der kleine Laden der einsamen Herzen" ist Annie Darlings Debüt in deutscher Sprache und der Beginn einer Reihe um einen wunderbaren kleinen Laden in Bloomsbury.

Rezension – Einsame Zweisamkeit oder wie ein Buchladen zurück ins Leben findet

Da die Buchbeschreibung schon sehr aussagekräftig ist, gebe ich diesmal keinen inhaltlichen Abriss in meinen eigenen Worten wieder, er würde einfach zu viel an Wendung und Spannung vorwegnehmen, sondern komme direkt zu den Punkten, die für mich die Geschichte bestimmt haben. Vorab: Die Grundidee der Story sowie der Austragungsort in einer Buchhandlung haben mich sehr neugierig gestimmt und das Buch im Nu verschlingen lassen. Inhaltlich ist es durchaus ausbaufähig, dennoch aber überzeugend und eine Liebesgeschichte samt Ode an die Welt der Bücher, die mein Leserherz berührt und mir eine Gänsehaut beschert hat. Dennoch, das Buch hat mich gespalten. Es gab so viele Dinge, die ich liebte und doch auch einiges, das mich nahezu verzweifeln ließ. Warum das so ist, versuche ich Euch nun näherzubringen.

Als Einstieg in die Geschichte wurde die Trauerfeier der ehemaligen Inhaberin von Bookends, der Buchhandlung des Romans, gewählt. Das ist natürlich gewagt, da direkt mit dem tragischsten Mittel schlechthin gestartet wird: dem Tod einer geliebten Person. Emotional ergreifend, Tränen rollen ziemlich schnell, weil man Lavinia gerne kennengelernt hätte, und sprachlich absolut gelungen, weil man nun umso mehr wissen möchte, was es mit der Geschichte auf sich hat.

Dazu werde ich aber inhaltlich, wie schon geschrieben, wirklich nichts verraten, sonst nehme ich euch ein Stück weit das ansonsten garantierten Lesevergnügen. Daher kommen wir direkt zu den Protagonisten Posy und Sebastian. Posy ist eine starke Frau, die sich nur allzu oft hinter vermeintlicher Unsicherheit versteckt. Zumindest war es für mich beim Lesen so. Weil es bequemer ist, Dinge nicht angehen zu müssen. Bis man es oder, besser gesagt, bis Posy es eben doch muss. Sei es die Verarbeitung von Verlust oder das Ergreifen neuer Chancen und Herausforderungen, so beängstigend sie auch sein mögen. Posy ist ein sehr liebenswerter Charakter, in den die Autorin eine ordentliche Schippe an Gefühl gelegt hat. Sie hatte es nicht immer leicht und das merkt man in jeder ihrer Handlungen. Dennoch ist sie von Natur her aufopferungsvoll und stark. Versteckt das eben nur gerne. Sie hat mit ihrem gut durchmischten Buchladenteam eine tolle Truppe an Freunden, die sowohl jedes Liebesromanklischee als auch jede Erwartung an beste Freunde erfüllen. Das gibt dem Buch ein gutes Stück Identifikationsfähigkeit für die Leser. Man lebt, liest, liebt mit. Sebastian ist der reiche Unternehmer. Typisch hübsch, augenscheinlich arrogant, doch mit einer geheimen Hilfsbereitschaft und Unterstützungsgabe, die wir erst im Verlauf der Geschichte entschlüsseln. Damit sind sie wie Feuer und Wasser und versprechen die perfekt Kombination für ein aufregendes Liebesabenteuer und einen Aufeinanderknall, der keine Wünsche offen lässt.

Inhaltich ist ihr Zusammenprall durchaus prickelnd und romantisch süß geschrieben. Einige Szenen, vor allem die emotionalen Passagen, hätten jedoch den ein oder anderen Ausbau verdient. Auch gerade, um die einzelnen Beziehungsstränge besser verknüpfen und verstehen zu können. Gerade das Ende kam mir dann doch zu gehetzt und auch trotz des Genres zu übertrieben vor. Den Realismus, den ich sonst durchweg spüren konnte beim Lesen – als wäre es eine Geschichte aus dem echten Leben –, vermisste ich gen Ende doch sehr, da es sich dort aufgrund des wenigen Raumes, der zur Entfaltung gelassen wurde, doch sehr übersteigerte. Das war mir dann doch einfach zu wenig am Ende gefeilt.

Nebenthematisch wird gut das Dasein heutiger Buchhandlungen, die nicht Teil einer Kette sind, beschrieben und ihr Kampf ums Überleben, den Druck von außen sowie die Herausforderungen erörtert. Auch lässt die Autorin gekonnt große literarische Titel und Zitate in die Aussagen der Charaktere mit einfließen und schenkt somit dem Leben in der Buchhandlung ein Stück Authentizität. Lässt es zumindest in der Vorstellung echt und greifbar werden. Das hat mir sehr gefallen. Ab und an wiederholten sich einige Passagen und Floskeln vielleicht etwas zu sehr, aber das spreche ich der Buchhandlung als Schauplatz des Geschehens zu und es hat mich weniger gestört. Die kurzen Kapitelunterbrechungen durch den der Protagonisten im Buch selbst geschriebenen Roman empfand ich als sehr erfrischend, weil er das Auge mal weg vom eigentlichen Geschehen lenkte und dennoch aufzeigte, wie sehr ihr Sebastian mit seiner Art unter die Haut ging, sodass sie ihn unterbewusst zum Objekt ihrer Begierde gemacht hat, bevor sie bewusst das eigens Verschriftlichte als solches überhaupt erkannte. Natürlich war der eigentliche Erzählstrang um das Fortleben der Buchhandlung und auch um die Beziehungswelt Posys und Sebastians durchaus vorhersehbar, dennoch war er durch einige überspitzte und sehr flüssig geschriebene Dialoge und die ein oder andere unverhoffte Wendung überraschend frisch und unterhaltend gestaltet. Auch der Schreibstil konnte mich überzeugen, wollte ich das Buch nicht wirklich aus der Hand legen. Herausfordernd waren jedoch das Eigenleben und die Charakterzüge der durchaus störrischen Protagonisten. So bin ich beim Lesen so manches Mal an ihnen verzweifelt, hätte sie gerne geschüttelt, auf den rechten Weg gerückt. Ihnen auch gerne den Kopf gewaschen. Wo ich die überspitzten Bemerkungen hier und da belebend fand, so nervten mich das ‚duck-mich-weg‘-Verhalten in Kombination mit ihrer Dauergereiztheit von der sonst doch recht tough dargestellten Posy und das vermeintlich arrogante Dasein Sebastians zunehmend. Zum Glück hat sich das im letzten Drittel dann aber geändert und für wahre Gefühle wurde Platz gemacht und die Kurve wurde literarisch bewusst in eine andere Richtung gelenkt.

„Allmählich wurde es Zeit, Schluss zu machen, bevor Posy noch endgültig die Lust verlor – nicht nur an dem Brainstorming, sondern am Leben im Allgemeinem.“

Kommen wir nun zum Cover. Es ist ansprechend und relativ farbenfroh, vor allem aber passend für einen Liebesroman gestaltet. Der Schriftzug des Titels kommt in Lila- und Pinktönen daher, wirkt geprägt und glänzt, was es einerseits positiv kitschig und andererseits edel erscheinen lässt. Der weiß-blau gestreifte Hintergrund verkörpert für mich eine Sonnenmarkise, wie ich sie mir auch an einem Buchladen vorstellen könnte, um die Auslagen vor zu starkem Sonneneinfall zu schützen. Bekräftigt wird dies durch eine Lichterkette am unteren Rand. Auch die liebevoll ins Cover eingebauten Protas unterstützen das Gesamtbild eines perfekten Liebesromans nach optischen Gesichtspunkten. Was den Buchumschlag bzw. Einband angeht, hätte ich mir eine etwas stabilere Qualität gewünscht, da auch bei sehr vorsichtigem Lesen schnell Knicke in den Buchrücken kommen und sich der metallische Schriftzug vor allem in der Hitze schnell abgreift. Kleiner Minuspunkt, ein Cover in den Farben von Happy Ends hätte ich noch treffender gefunden.

Den Titel ‚Der kleine Laden der einsamen Herzen‘ finde ich für den Inhalt und Hauptort des Geschehens sehr gelungen. Auch gefällt mir, dass die deutsche Übersetzung in diesem Fall sehr nah am Original geblieben ist. Es ist einfach ein Titel der Schwung und Klang hat, der unter die Haut geht und direkt die Vorstellungskraft des Lesers anregt, was Hand in Hand mit dem gelungenen und neugierig machenden Klappentext geht. Außerdem passt es zum Inhalt der Geschichte und es lässt auf eine Entwicklung in eine glücklichere Richtung hoffen, bei der man nicht enttäuscht wird.

„Morland, bis du endlich mal auf den Punkt kommst, bin ich alt und grau.“

Trotz der Irrungen und Wirrungen, die ich ab und an beim Lesen empfand, hat es ansonsten großes Potenzial, ein Lieblingsbuch zu werden. Eben weil es mich dennoch und vollkommen unerwartet im Herzen getroffen hat. Sei es der Wortwitz, die Liebe zum Buch oder die süße junge und durchaus kampfeslustige Liebe. Und das ist doch das Wichtigste beim Lesen. Dass es etwas in dir berührt und dich in die Geschichte wünscht, als wärst du ein Teil von ihr. Und so erging es mir wirklich. Außerdem liebe ich es, dass Bookends Umbau Posy quasi zurück ins Leben holt und dass Sebastian bewusst unterschwellig dazu die richtigen Impulse gesetzt hat. Ein Buch, das mich gespalten hat, aber am Ende versöhnt zurücklässt und das ich sehr gerne weiterempfehle.

Eure Jil Aimée

 

Einträge: 9 - 10 von 184
<< 3 | 4 | 5 | 6 | 7 >>